Agroforst
Bäume, wo sonst nur Acker ist
2024 haben wir auf 3 Hektar sechs Baumreihen in unsere Felder gepflanzt. Agroforst verbindet Ackerbau und Forstwirtschaft auf derselben Fläche. Bei uns kommt noch die Beweidung dazu, und jeder Teil profitiert vom anderen.
Die Wurzeln der Bäume halten den Boden fest und schützen ihn bei Starkregen vor dem Abschwemmen. Gleichzeitig holen sie Wasser aus tieferen Bodenschichten und machen es auch für die Ackerpflanzen verfügbar, was in Trockenperioden einen großen Unterschied macht.
Das Laub spendet Schatten und bremst den Wind. So sind Tiere und Pflanzen besser vor Hitze geschützt, und es verdunstet weniger Wasser. Außerdem bieten Bäume und Sträucher Lebensraum für viele Tierarten und erhöhen die Artenvielfalt. Passt das Wetter für die Ackerfrucht einmal gar nicht, fällt nicht gleich die ganze Fläche aus.
Jede Pflanze hat ihre Aufgabe
Obstbäume
für den Eigenbedarf und zum Schnapsbrennen.
Erlen
an feuchten Stellen im Acker, die in einigen Jahrzehnten wertvolles Holz liefern.
Sträucher
wie Wacholder und Maulbeere, die den Bäumen keine Konkurrenz machen und eine zusätzliche Ebene darunter bilden.